DAS VERSTECKTE AUGE
„Der Mensch lebt sein Leben im Traum, im Traum stirbt er auch“
Georgij Ivanovič Gurdijev
Dieses Zitat des Theozofen Gurdijev ist villeicht nicht das prezieseste Bild worauf wir Sie im Anlass der Ausstellung von Nada Žiljak warnen wollen, aber es erinnert uns an die Tatsache dass Menschen die Realität nicht wie sie ist wahrnehmen, sondern sie leben in einer Art « hypnotischen wachen Traums ». Es erinnert uns auch daran dass die menschlichen Möglichkeiten objektiv klein sind, aber gleichzeitig viel breiter als wir uns vorstellen können.
Die Wissenschaft, wie auch die Kunst erzählen uns, jede auf ihre Weise, die versteckte Tiefe der menschlichen Identität, ihre Vielfältigkeit. In der Zeit sind (Kunst und Wissenschaft) nicht sehr häufig in der Gelegenheit sich zu treffen, dann aber ist die Wissenschaft – besser ihre innovativen Handlungen- « im Dienst » der Kunst, wie in diesem Fall infrared im Dienste der Malerei von Nada Žiljak steht.
Villeicht ist genau diese Ausstellung der Anlass über manche Aspekte der Kunst zu reden, die die Neugierigkeit der Zuschauer kitzelt, die nicht nur die künstliche Handlung, sondern auch die Gelegenheit einen Blick in die Persönlichkeit der Autorin zu werfen bietet.
Der Künstler- wie ein Träumer- vor anderen versteckt er seine Phantasien, er hat auch seine Gründe dazu. Man muss auch sagen dass er, wenn er sich dazu entschliest sie uns zu zeigen, im Zuschauer alles nur nicht das Vergnügen weckt, weil wir, wenn wir sie im rohen Zustand sehen, die Phantasien sehr abstoßend finden können, oder auch kleitbleiben.
Aber im Fall eines einzigartigen Künstlers, der weiss wie er sich ausdrucken muss, empfinden wir einen großen Genuss. Wir können nur schwer die Ursache festlegen. Die Art wie der Künstler es schafft, das Schaffen, ist sein persönliches Geheimnis. Er hat es nicht nur mit den Dämonen des Schaffens zu tun, sondern überwiegt die Abstoßung und schafft es alle Hindernisse die sein ICH von anderen Leuten, den Künstler vom Publikum entfernt zu überwiegen. Hier liegt das Geheimnis von ARS POETICA.
Die Wege kann man villeicht mit Hilfe infrared folgen, alle Veränderungen, inteligente Bemäntelung, reiche Einfälle, die fantastische Welt der Linien, die die Hand der Malerin zum Leben erweckt.
Deswegen ist es nicht zufällig dass sich Nada Žiljak mit der Technik des croqui vorgestellt hat. Und zwar des croqui an der Leinwand. Es ist nämlich eine perfekte Technik die Phantasie der Malerin zu wecken, aber auch des Genusses vom Zuschauer. Im interessanten Spiel in dem infrared ein neugieriger voajer und das Bild ein verführerisches Geheimnis ist, befreit sich die Kreativität der Malerin. Der Zuscauer kann sich auch ohne Schamgefühl dem Genuss überlassen.
Dora Kinert Bučan